Zum Thema ‚optische Täuschung‘ fällt mir als erstes Victor Vasarely ein. Ich bin ein echtes Fangirl.
Ich habe seine Werke schon recht früh kennen gelernt. Ich hatte auf dem Gymnasium Französisch Leistungskurs und wir sind zur Abi-Abschlussfahrt nach Südfrankreich gefahren. Wir waren in Aix-en-Provence in einer Jugendherberge untergebracht. Und während die anderen Kursteilnehmerinnen Party machen wollten, ging ich in das Vasarely Museum. Es war zu Fuß zu erreichen und ich weiß noch sehr genau, wie es sich angefühlt hat, vor diesen großen Werken zu sitzen und zu beobachten, wie die Perspektive oder der Blick sich ändert.
Ich war gefühlt stundenlang in diesem Museum und als ich herauskam war mir etwas schwindelig, von dem ganzen auf die Werke starren. Ich habe mir später Bücher über den Künstler zum Geburtstag oder anderen Gelegenheiten gewünscht und ich habe sogar einen Pullover gestrickt mit einem seiner Werke. Ich sag ja: Fangirl.
2013 waren wir noch mal in Südfrankreich und ich wollte unbedingt nochmal in das Museum. Leider war es zu der Zeit ziemlich heruntergekommen. Überall blätterte die Farbe ab oder es gab Wasserschäden. Das war wirklich traurig. Inzwischen ist es – glaube ich – restauriert worden. Also, wenn Ihr die Gelegenheit habt, schaut es Euch an.