Bloggerreise ‘Sinnvoll genießen’ – Vorbereitung

IMG_5557-w1600-h1600

Ich hatte ja schon darüber geschrieben, dass wir eine Mini-Bloggerrelations-Barcamp veranstalten werden, um zu klären, wie Unternehmen/Institutionen und Blogger miteinander umgehen können. Umso mehr hat es mich gefreut, dass ich zu der Bloggerreise ‘Sinnvoll genießen’ eingeladen wurde. Unter 4000 Bewerbern wurden 15 Personen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland ausgewählt, um ausgiebig Produkte zu testen und feedback zu geben bzw. darüber zu berichten.

Am 21. Februar erhielt ich die Mail mit der Bestätigung: “Wir freuen uns sehr Ihnen mitzuteilen, dass Sie einer von 15 Insidern sind,…”. Wir hatten ein paar Tage Zeit, unsere Teilnahme telefonisch zu bestätigen. Federführend bei der Organisation des Events war hessnatur. Die freundliche Dame dort fragte, ob ich eine Spezialdiät bräuchte. Als ich ihr sagte, dass ich mich vegan ernähre, meinte sie, dass sei kein Problem. Sie müsse nur wissen, ob ich vielleicht glutenfreies Essen bräuchte oder ähnliches. Einen hashtag zum Event konnte sie mir zu dem Zeitpunkt leider noch nicht nennen.

Mit der Mail gab es das komplette Programm für das Wochenende und wir wurden gebeten, recht zeitnah im hessnatur-online-shop, Kleidung für 250 Euro auszuwählen. Das war gar nicht so einfach. Ich wollte nur nach bestimmten Farben schauen. Dafür gibt es den Farbfilter, leider arbeitet der nicht immer so exakt wie ich es mir gewünscht hätte und hat mir auch Kleidung angezeigt, die nur in braun und beige angeboten wird, obwohl ich z.B. den Farbfilter “rot” geklickt hatte. Aber grundsätzlich finde ich Farbfilter bei Kleidungs-onlineshops super!

Das nächste Problem war, genau die Summe zu treffen… Gibt es eigentlich in online-shops auch die Möglichkeit eine gewisse Einkaufssume vorzugeben? Ich weiß, dass die shop-Betreiber eigentlich so viel wie möglich verkaufen möchten, aber trotzdem gibt es doch sicher öfter den Fall, dass man nur eine gewisse Summe ausgeben möchte, weil man vielleicht einen Gutschein hat oder einfach sich selber ein Limit gesetzt hat. Schön wäre es, wenn man aus einer Art Wunsch-Pool dann die verschiedenen Zusammensetzungen des Warenkorbs mit der fixierten Summe angezeigt bekäme. Gibt es so etwas? Wenn ja, dann bitte gerne per Kommentar berichten!

Meine Traumauswahl hatte einen Haken: Lieferzeit! Die ausgewählten Kleider sollten bei unserer Ankuft im Hotelzimmer bereit liegen, deswegen ist mein Traumkleid gleich schon wieder weggefallen. Trotzdem habe ich meine Wunschbestellung mal zusammen gestellt. Ich habe nämlich bei hessnatur schon erlebt, dass sich die Lieferzeit stark verkürzt hat.

Variante1MoMeurer

Mit Hilfe eines Taschenrechners und viel hin- und herrechnen kam ich auf die vorgegebenen 250 Euro. Wie findet Ihr meine Auswahl??

Zur Sicherheit habe ich dann noch eine zweite Variante geschickt, weil mein Lieblingsstück – das Maxikleid eben eine Lieferzeit von 6 Wochen hatte. Hier meine zweite Variante:

Variante2MoMeurer

Hier habe ich die Vorgabe nicht ganz so genau getroffen…

Schwierig für mich bei online-shops ist immer, die Größe auszuwählen. Ich habe in meinem Kleiderschrank jede Menge verschiedener Größen. Man weiß nie, wie die verschiedenen Firmen die Größen definieren und es ist von Land zu Land unterschiedlich. Einige online-shops bieten umfangreiche Messtabellen dafür an. Ich hab dann einfach meine gängige Größe ausgewählt.

Meine nächste Aufgabe war für mich die Reiseplanung. Bis zu dem Event waren es noch knapp vier Wochen. Auf der Seite vom Naturhotel Mohren gibt es eine sehr umfangreiche Linkliste, was wirklich vorbildlich und sehr selten ist, aber leider haben mir die vielen Empfehlungen  nicht sehr weiter geholfen. Zu den Bahnverbindungen hätte ich einen Hinweis benötigt, welchen Zielbahnhof ich eingeben soll. Das Hotel weiß sicher am Besten, was der nächstgelegene Bahnhof oder der mit den besten Verbindungen ist. Es ist übrigens in dem Fall Markdorf oder Ravensburg. Die Bahnverbindungen von Graz zum Bodensee sind übrigens nicht sehr erbauende. Da kommen dann schon mal 15 Stunden Reisezeit zusammen…

Das Problem war auch das vorgegebene Programm. Am Freitag sollte es um 16.30 Uhr los gehen. Da nutzt es nichts, wenn mein Zug um 20 Uhr irgendwo ankommt. Ich persönlich finde es nur fair, wenn ich schon zu so einem Event eingeladen werde, dann auch das gesamte Programm mit zu machen. Das bin ich den Sponsoren schuldig. Eine verspätete Anreise oder verfrühte Abreise kommt für mich nicht in Frage. Das machte das Ganze aber nur komplizierter. Ein Auto stand mir an dem Wochenende leider nicht zur Verfügung, also habe ich nach Flugverbindungen geschaut. Auch hier haben mir die vielen Links zu Flughäfen nicht weiter geholfen. Eine Anfrage über twitter brachte zwar sehr schnell viele Tipps, aber leider wechselte der Flugplan Ende Februar in den Sommerplan und damit fiel auch die schöne Verbindung Graz-Friedrichshafen weg. Geplant habe ich dann letzendlich mit der Flugsuchmaschine swoodo. Die war als einzige in der Lage mir Verbindungen anzuzeigen. Achtung der ausgegebene Preise ist trotz dem Hinweis (inklusive Steuern und Gebühren) nicht der Endpreis. Ich habe da noch kurz mit den Anbietern gekämpft, weil meine ec-Karte nicht akzeptiert wurde und zum Teil horrende Aufschläge für Zahlung mit Kreditkarte gefordert werden und habe dann endlich gebucht. Hier lohnt es sich zwei oder drei Fenster am Browser geöffnet zu haben und den Buchungsvorgang durchzuspielen…

Ein paar Tage später kam dann der Hinweis, dass die Veranstalter einen Zuschuss zur Reise mit Bahn und Auto gewähren.

Dieser Hinweis kam deutlich zu spät und hätte gleich mit der allerersten Info erfolgen müssen.

Aufgrund meiner komplizierten Verbindung habe ich beim Hotel dann auch gleich nach einer Verlängerungsnacht angefragt. Hier kam nach zwei Tagen erst eine Antwort auf meine Mail, obwohl laut website die Rezeption den ganzen Tag besetzt ist. Eine Verlängerungsnacht konnte man mir nicht anbieten, weil man noch nicht wusste, wer teilnimmt… Hmmmm, ich hatte geschrieben, zu welchem Event ich gehöre. Ich kenne mich nicht mit Hotelbuchungsprogrammen aus, aber ich könnte mir vorstellen, dass ich als Hotelier für einen solchen Event Zimmer geblockt habe und genau weiß, welche Zimmer das sind und was sie normalerweise kosten. Falls es fachkundige Leser gibt, würde ich mich über eine Erklärung per Kommentar freuen!

Es gab vor meiner Anreise noch genau zwei E-Mails in denen dann auch die Anrede vom “Sie” zum “Du” wechselte ohne, dass es angesprochen wurde. Ich persönlich bin bei Social Media grundsätzlich für das “Du”. Die Bewerbung des Events fand auch per “Du” statt. (s. Link oben) Ein Wechsel kann auch gerne stattfinden. Ich würde es dann aber mit ansprechen. “Da wir ein intensives Wochenende zusammen verbringen werden, schlagen wir vor, dass wir ab heute zum “Du” übergehen.” So oder ähnlich…

Was mir sehr gefehlt hat, war eine Teilnehmerliste. Ich hätte sehr sehr gerne im Vorfeld über die Veranstaltung berichtet, mich mit den anderen ausgetauscht und die Vorfreude ausgekostet. Da die Teilnehmer sich ja auch im Web äußern sollten, also sich quasi in der Öffentlichkeit bewegen, sehe ich keinen Grund dafür, nicht eine solche Liste zu verbreiten. Im Gegenteil: Blogger freuen sich über neue Leser und Links und twitterati über neue Follower…

Hier noch mal kurz eine Liste, auf was man bei der Planung eines solchen Events achten sollte:

  • Umfassende Informationen gleich mit dem ersten Anschreiben.
  • Evtl. eine Seite einrichten, auf der die Teilnehmer alle Infos finden können
  • Evtl. eigene Facebook-Gruppe anlegen, ein Wiki bereit stellen oder sonst eine Austauschplattform bieten
  • Keywords und Hashtag festlegen und gleich mit verbreiten
  • Teilnehmerliste sofort mitliefern, mit allen twitter-Namen und Blogadressen
  • Hinweise zur Anfahrt. Zielbahnhöfe/Flughafen definieren. Evtl. Bus- oder Straßenbahnlinien mit Haltestelle nennen.
  • Shuttle-Service – falls vorhanden – anbieten
  • Verlängerungsnacht gleich mit anbieten – evtl. auch Partnerbegleitung (mit Preisangabe)
  • Auf Anfragen schnell reagieren
  • Kontakt mit den Teilnehmern ermöglichen, vereinfachen und halten
  • Teilnehmer auch im Vorfeld regelmäßig kontaktieren und nachfragen, was noch fehlt
  • Mitfahrgelegenheiten ermöglichen
  • Kommunikation fördern, erleichtern und ermöglichen
  • alle eigenen Kanäle nennen, auflisten und verlinken, auf denen ein möglicher Austausch statt finden kann

Comments are closed.