Vorschlag: Versuchung

Für mich ist Versuchung die Verlockung von etwas Verbotenem. Kurz mal recherchiert. Es bezieht sich auf etwas Verbotenes, Unmoralisches oder Unzweckmäßiges.

Ich habe meine Probleme mit dem Begriff und mit der Ausrichung. Der Begriff kommt aus der Historie bzw der Bibel und das ist ja schon eine Herausforderung. Wer keiner Religion angehört oder einer anderen, hat sehr wahrscheinlich andere Konzepte von dem Wort oder gar keine. Das Unmoralische hängt sehr stark mit dem biblischen Ansatz zusammen. Dann bleibt noch das Unzweckmäßige. Dazu fällt mir spontan nicht viel ein. Dass man sich etwas kauft, obwohl das Budget knapp ist oder man schon vieles davon besitzt? Dass man unbedingt dass Kleidchen tragen möchte, aber die Wettervorhersage Gewitter verspricht und man fast erfriert?

Geprägt wurde ich seit der Kindheit natürlich von dem Glauben, den meine Eltern hatten und auf uns Kinder ungefragt übertragen haben. Da gab es viele (biblische) Versuchungen. Und wenn man diesen erlag auch Sünden. Die konnte man dann wieder beichten.

Was ich allerdings traurig finde, ist, dass mir beim ersten Durchblättern der Fotos sehr viele Bilder von Essen und Getränken begegnet sind. Essen sollte nicht verboten sein. Es soll Genuss bereiten. Sehr sehr schade, dass es für viele noch so negativ belegt ist. Die meisten geposteten Dinge sehen nämlich ziemlich gut und lecker aus.

Also gönnt Euch! (vorausgesetzt Ihr seid nicht allergisch oder habt medizinische Einschränkungen).

1 Kommentar zu „Vorschlag: Versuchung“

  1. Gönnen ist gut und wichtig. Man sollte sich öfters was gönnen.

    Aber einer Versuchung nachzukommen (zu „erliegen“ sagt man auch), ist oft auch eine Grenzüberschreitung. Und das kann Nervenkitzel erzeugen, das kann den besonderen Reiz ausmachen.

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