Eine Nahaufnahme von der Natur kann ich jedem nur empfehlen, auch wenn das oft frustrierend ist, weil das Model weghüpft, -läuft oder -fliegt. Oder der Wind macht ein Ranzoomen oder Scharfstellen unmöglich, weil der Grashalm oder der Zweig wackelt. Aber ich finde es spannend, genau hinzuschauen. Oft zoome ich dann noch in das Bild rein, um Details anzuschauen. Ob Insekt oder Blüte, jedenfalls offenbart sich da so manches, was man sonst vielleicht übersehen hätte.
Manchmal fällt man dann schon auf, wenn man mitten auf dem Bürgersteig oder Spazierweg hockt oder kniet. Und man sieht es vielen Leuten förmlich an, dass sie sich fragen: Was macht die da? Einmal waren auf einem Gehweg ziemlich viele Raupen oder Tausendfüßler unterwegs. Ich hatte Schwierigkeiten bei meinem Morgenspaziergang nicht auf ein Tier zu treten. Weil ich wissen wollte, um was es sich genau handelt, wollte ich unbedingt Fotos machen und war halt einige Zeit damit beschäftigt, ein vernünftiges Bild zu machen. Andere Spaziergänger, Wanderer oder Gassigeher haben mich völlig verdutzt angesehen. Allerdings haben sie auch überhaupt nicht darauf geachtet, wo sie hintreten. Keine Ahnung, wieviele von den Krabbeltieren sie zertreten haben.
Wenn man auf Nahaufnahmen aus ist, dann schaut man genauer hin. Dann schaut man auch, was sich direkt vor den Füßen befindet. Kann ich nur empfehlen. Es macht nicht nur Spaß sondern es rettet vielleicht auch das ein oder andere Tierchen. Es werden sowieso immer weniger. Da lohnt sich jede einzelne Rettung.