28 Tage Content

Ich kann nicht mehr ganz genau sagen, wie ich auf das Projekt aufmerksam wurde. Irgendwie war es in meiner timeline in Mastodon oder woanders. Dann bin ich drum rum geschlichen. Hab mir die Seite angesehen. Und dann war da diese eine Geschichte. Da erzählte jemand, sie hätte durch das Projekt herausgefunden, wann sie sich Zeit nehmen könnte für ein Buchprojekt und das wäre dann auch direkt entstanden.

Und dann wollte ich das auch. Schließlich gibt es in meinem Kopf gleich mehrere Buchprojekte. Die wollen raus. Die müssen raus. Aber irgendwie habe ich es in den letzten Jahren nicht geschafft, etwas zu schreiben.

Dann gab es da aber noch eine Hürde. Das Geld. Das Projekt kostet. Natürlich kostet es etwas. Und die Preisgestaltung ist genau mein Ding. 28 Kaffe und 28 Belgische Waffeln. Genial. Aber ich habe gerade kein Einkommen und es ist auch nichts in Sicht und dann ist der Betrag etwas anderes.

Aber irgendwie dachte ich, ich muss das machen. Das hat mich magisch angezogen. Kurze Familienbesprechung und dann das go:“Ja, mach das auf jeden Fall.“

Also anmelden. Hier gab es technisches Probleme wegen Ausland und Steuern und so. Und ich hatte voll die Panik, dass während wir versuchen das zu klären, alle Plätze belegt sind und das Projekt ausverkauft ist. Weiß man ja oft nicht. Ist wie mit Karten für ein Rockkonzert. In wenigen Minuten ausverkauft.

Und dann war ich angemeldet und es ging los. Mein Ziel war nur ein Stichwort: „Schreibblockade lösen“. Ich hatte drüber geschrieben.

Was dann passierte, war wirklich magisch. Ich habe 28 Tage lang jeden Tag einen Blogpost veröffentlicht. Manche Ideen hatte ich schon länger und hatte auch schon mit anderen darüber gesprochen, dass ich das auf meinem Blog plane, habe es aber nicht gemacht. Andere Posts entstanden aus den täglichen Impulsen heraus, die wir jeden Tag erhielten. Wieder anderes entstand spontan.

Das Gefühl dabei? Auch magisch. Wie früher. Ich kann das. Ich habe das ewig lang gemacht. Aber irgendwann hatte ich aufgehört. Warum? Das ist es doch, was ich mache. Habe ich es mir nicht gegönnt? Habe ich gedacht, ich hätte keine Zeit? Jedenfalls habe ich es jeden Tag getan in den 28 Tagen. An den Ideen lag es auch nicht. Davon gibt es bei mir genug. Hatte ich keine Energie? Das kann sehr gut sein. Daran mangelte es bei mir in den letzten beiden Jahren. Die Energie kam in den letzten Wochen durch die Gemeinschaft im Projekt.

Die Gruppe – oder Gang – wie sie liebevoll genannt wird, hat mich getragen. Mich beflügelt. Sie hat mich ein bisschen auch unter den nötigen Druck gesetzt. Jetzt hast Du Dich hier angemeldet und bezahlt und da sind jetzt all die anderen; jetzt mach du auch. Und sie hat mir sehr wichtige Impulse und Anregungen gegeben.

Und gut, dass ich die „Regeln“ noch nicht kannte für das projektinterne Forum. Ich wusste anfangs nicht, wie ich denn meine Texte präsentieren soll. Kann ich das direkt so in das Forum schreiben? Soll das in meinen Blog? Und dann poste ich den Link? Veröffentlicht als Post oder versteckt auf einer Projektseite?

Bloggen wird bei 28 Tage Content oft erwähnt. Also muss es wohl auf meinen Blog? Auf welchen? Okay auf den. Aber da ist auch alles mögliche andere drauf. Passt das? Was werden die Leserinnen sagen? Welche Leserinnen? Der Blog liegt doch schon ewig brach. Also gut. Veröffentlichen klicken! Link ins Forum posten!

Und dann Rückmeldungen bekommen. Kommentare! Im Blog! Und ganz viel im Forum. Viel Unterstützung. Viel Resonanz. Und Gespräche. Vor allem Gespräche. „Kenn ich gut.“ „Geht mir genau so.“ „Ach das ist ja spannend.“ „Bei mir ist es so.“ Hinweise. Anregungen. Tipps. Genial.

Oweia! Andere sind auf meinen Blog gekommen. Ich hab doch gar keinen Link außerhalb des Projekts gepostet. Und sie kommentieren ebenfalls. Weitere Gespräche. Jetzt ist es ‚öffentlich‘. Ist jetzt dann auch egal.

28 Tage Content.

Ich bin froh, dass ich jeden Tag geschrieben habe. Ich bin froh, dass es öffentlich im Blog ist. Ich bin froh, dass es gelesen wird. Ich bin froh, dass die Blockade vorbei ist. Ich bin froh, dass ich weiß, dass ich es immer noch kann. Ich bin froh, dass ich etwas schreibe, was andere irgendwie berührt. Ich bin froh, dass ich Gespräche anfangen kann. Ich bin froh, dass ich Geschichten erzählen kann.

Danke an alle!

1 Gedanke zu „28 Tage Content“

  1. Danke dir. Bloggen können ist etwas besonderes.

    Das besondere ist doch auch, dass dies jede:r anders gestaltet. Das macht Blogs in ihrer Gesamtheit so interessant.

    Ich würde mich freuen, wenn Du über die 28 Tage hinaus weiter bloggen würdest 👍😊

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