Foursquare ist jetzt auch Swarm

Swarm App

Momentan wird ja viel über die neue Strategie von foursquare diskutiert, sich in zwei Apps – foursquare und swarm – aufzusplitten.

Als foursquare diesen Schritt vor einigen Wochen angekündigt hatte, fand ich die Idee sehr gut. Der Hintergrund war, dass einige Nutzer foursquare verwendet haben, um sich mit Freunden zu verabreden und andere wollten neue Städte erkunden und Bewertungen zu Restaurants etc. lesen. Und die Nutzer wären zum Teil überfordert gewesen, weil sie nur eine der Funktionen gebraucht hätten.

Entdecken

Foursquare soll in Zukunft nur noch zum Entdecken verwendet werden. Das ist grundsätzlich keine dumme Idee, haben sie doch in letzter Zeit sehr sehr viele Daten gesammelt, weil die Nutzer die ‘Tippfunktion’ zum Bewerten genutzt haben und auch kritische Beiträge verfasst haben. Foursquare hat dies genutzt und die User gebeten ganz kurze Bewertungen zu den verschiedenen Lokalitäten abzugeben. Und zwar deutlich charmanter als früher Qype und jetzt Yelp. Eine Frage lautete zum Beispiel “Kann man mit Kreditkarte bezahlen?” Mit einem Klick auf ‘ja’ oder ‘nein’ war die Sache erledigt. Das konnte man schnell zwischendruch mal erledigen. Eine Fragerunde ging jeweils über fünf Plätze. Nette Sache!

Natürlich möchte Foursquare nun mit den gesammelten Daten etwas anfangen. Ich selber habe auch schon in fremden Städten von der App profitiert, hat sie mir doch die nächsten Specials in meiner Umgebung gezeigt und mich damit auch motiviert, das ein oder andere auszuprobieren und – nicht zuletzt – geholfen, meine Reisekasse nicht zu sehr zu strapazieren.

Swarm zum Verabreden

Seit einiger Zeit gab es jetzt schon Swarm zum Einchecken und mitteilen, wo man sich befindet. Der Spielcharakter blieb leider auf der Strecke. Keine Punkte mehr. Keine Ranglisten nach Punkten und keine Mayor mehr. Dafür gibt es lustige kleine Gegenstände, mit denen ich mein Profilbild schmücken kann. Erinnert sehr stark an den Vorläufer ‘Gowalla’.

Ständige Ortung

Es gibt die Funktion, dass man geortet werden kann ohne einzuchecken. Diese Funktion ist leider sehr schnell versehentlich aktiviert, weil sie durch einen Wisch getätigt wird. Und Swarm ist noch sehr Fehleranfällig. Leute, die hunderte von Kilometern entfernt sind, werden mir als nur einen kurzen Spaziergang entfernt angezeigt.

Etwas nervig ist, dass man beim Öffnen der App zunächst sehr grob geortet wird, z. B. In ÖSsterreich. Dann muss man sich neu orten lassen und kann den Genauen Standort auswählen. Weiterhin ist das Teilen umständlicher geworden. Erst nach dem Einchecken kann ich es noch extra twittern. Vorher ging das mit einem Klick.

Ständiger Wechsel

Was ich auch nicht verstanden habe bisher ist der Wechsel zwischen den Apps. möchte ich über eine Ort mehr erfahren, werde ich zu foursquare geleitet. Wenn schon zwei Apps, dann auch richtig. Bei foursquare bin ich dann auch schon eingecheckt und dort gab es auch noch einen Mayor.

Nur noch Swarm zum Einchecken

Seit wenigen Tagen kann man nur noch bei swarm einchecken und foursquare soll bald völlig überarbeitet neu herauskommen. Ich bin schon sehr gespannt, was die App dann können wird. Das Logo haben sie auf jeden Fall schon sehr stark modernisiert. Aber das ist mir eigentlich egal. Ich warte auf die Funktionen und hoffe, dass sich bei Swarm auch noch einiges ändert.

Für Unternehmen könnte foursquare deutlich attraktiver werden, wenn es um das Aufspüren von interessanten Orten geht. Allerdings könnte da auch einiges kostenpflichtig werden. Den eigenen Standort kann man jetzt schon nur noch gegen eine Gebühr von 20 Dollar verifizieren. Das ging bis vor Kurzem noch kostenlos. Nur die Schnellvariante hat etwas gekostet. Bleibt also abzuwarten, wohin die Reise geht.

Fazit

Da ich foursquare immer schon für verschiedene Zwecke benutzt habe, behalte ich erst mal beide Apps. Jetzt einen oder beide Dienste zu löschen, kommt für mich (noch) nicht in Frage.

Wie nutzt Ihr die Apps?