In Bücher schreiben?

Wie behandelt Ihr Eure Bücher? Schreibt Ihr rein? Unterstreicht Ihr etwas oder kringelt es ein? Knickt Ihr Seiten um oder macht Eselsohren rein? Oder nutzt Ihr Notizzettel und Lesezeichen, um Stellen zu markieren? Oder habt Ihr Notizblock und Stift parat neben dem Buch?

Ich habe früher viel in Büchern notiert und Randbemerkungen festgehalten. Heute tue ich das nicht mehr. Ich möchte das das Buch noch genauso schön ist, wie ich es erhalten habe.

Ich bekomme viele Bücher aus öffentlichen Bücherschränken oder von Tauschevents. Oft ärgere ich mich, wie verknickt sie sind. Das ist eventuell auch ein Grund, dass ich ungern Bücher verleihe. Andere Menschen gehen damit anders um als ich und dann bekomme ich sie nicht in dem Zustand zurück, in dem ich sie verliehen habe. Und selbst der Spruch „Bitte gehe gut damit um.“ ist dann nicht sehr aussagekräftig, wenn Manche finden, in Bücher zu schreiben sei gut.

Eine Ausnahme gibt es in unserem Haushalt. Und das sind Kochbücher. Die weisen nicht nur Flecken auf sondern darin stehen auch Anmerkungen, um die Rezepte zu verfeinern oder anzupassen.

2 Gedanken zu „In Bücher schreiben?“

  1. Da bin ich zwiegespalten: Zum Einen bestimmt spannend, seine Gedanken hinzuzufügen. Erinnert mich allerdings an Uni, Textmarker inklusive… Ist wohl eher was für Sachbücher…?
    In Romanen würde ich es eher störend bis frevelhaft finden, je nachdem wie schön das Buch gemacht ist und wie tiefes mich in andere Welten führen soll. Als Kompromiss könnte ich mir reingelegte Zettel vorstellen (oder Post-its um zu verhindern, dass sie rausfallen).

  2. Haha, da ticke ich wie du. Und habe schon einige meiner schönsten und liebsten Bücher verliehen, die dann bei einem Umzug „irgendwo verschwunden“ sind. Das hat mich sehr traurig gemacht. Rational weiß ich: Das sind Gebrauchsgegenstände und klar kann man die knicken, sie sind ja trotzdem lesbar. Aber ich mag das gar nicht. Ich habe kürzlich ein Buch verschenkt, ein Taschenbuch, und natürlich habe ich es vorher gelesen. Der Beschenkte meinte nur: Aber nicht genau dieses Exemplar hier, oder? Er meinte, es sähe so ungelesen aus, keine Knicke im Buchrücken und so. Ja, weil ich dieses teuflische weite Öffnen und Umschlagen vermeide… Na ja. Es kommt wohl darauf an, wie wir das von Zuhause aus gelernt haben, oder? Die einzigen Bücher jedenfalls, in die ich schreibe, sind Reclam-Ausgaben. Und früher natürlich in Schullektüren und Büchern für die Uni.

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