Content Warnung: Mental Health
In den letzten beiden Wochen haben mir zwei Therapeuten unabhängig voneinander gesagt, dass sie sich wundern, dass ich noch aufrecht stehe. Sie hätten Patienten oder Klienten, die schon allein bei einem heftigen Lebensereignis komplett zusammengebrochen wären. Ich hatte acht davon in den letzten beiden Jahren. Acht Lebensereignisse, bei denen es Menschen komplett die Beine wegzieht.
Mein Psychotherapeut nannte mich dann noch tapfer.
Und jetzt weiß ich nicht. Soll ich stolz sein darauf, dass ich nicht zerbreche? Soll ich mir auf die Schulter klopfen? War oder bin ich eine brave Klientin? Ist das jetzt gut oder schlecht, dass ich noch aufrecht stehe? Sollte ich nicht auch schon komplett zerbrochen sein? War das Bewunderung der Therapeuten? Oder Verwunderung? Was mache ich mit diesen Aussagen?
Und wie das Frauen oft so machen, entschuldigen sie sich viel zu oft in ihrem Leben und ich habe mich bei meinem Therapeuten entschuldigt, dass ich so viele Themen mitbringe.
Wahrscheinlich war das nicht die richtige Reaktion.