Tourismuscamp Eichstätt 2015 Rückblick

Sesssionplanung #tce15 Tourismuscamp Eichstätt

Ihr wisst ja: You do blog about barcamps! #tce15

Das achte Tourismuscamp ist vorbei. Für mich war es das siebente. Ein Jahr haben wir ausgelassen. Einiges ist in Eichstätt schon Routine oder Tradition und einiges ist doch jedes Jahr anders…

Aber der Reihe nach.

Das Warmup am Freitagabend fand in einer neuen Location statt: Im Luis. Etwas außerhalb vom Stadtkern mit einer internationalen Speisekarte. Für die Camper war es zu klein und zu laut. Einige bekamen keinen Tisch mehr und mussten in der Sofaecke essen oder an der Bar. Da es ein einziger großer Raum ist (ehemalige Scheune oder anderes Wirtschaftsgebäude?) war es mit so vielen Redenden sehr laut. Hut ab an die Restaurantbesitzer: Mutig das ganze mit nur zwei Servicemitarbeitern zu stemmen und dann auch noch A-la-Carte Bestellung zu ermöglichen. Dafür haben wir erstaunlich schnell Essen und Getränke bekommen. Und das in einer guten Qualität. Ich würde da sofort wieder hingehen.

Tag 1 begann – wie immer – mit Vorstellungsrunde und Sessionplanung. Mit hat gefallen, wie die Barcampregeln aktualisiert wurden. Und das Wurfmikro war der Hit!!

Meine ersten beiden Sessions waren „Zahlen und Zukunft“ und „Content Crisis“. Hier wurden uns jede Menge Zahlen präsentiert wie ‚Anteil der Jugendlichen, die Zeitung lesen in Prozent = 0‘ Oder Verkaufszahlen von Tablets und Smartphones und den neuen sogenannten Phablets. Anschließend gab es zehn Thesen dazu, wie es in Zukunft weiter geht, zu denen wir abgestimmt haben. In der Conten-Krise ging es um Fakten zum Thema Bild und Content. Wieviele Bilder muss ein Hotel zeigen, damit es gebucht wird und wie lang soll der erklärende Text sein. Viele Zahlen und Statistiken, aber zum Teil verblüffende Einblicke.

Nach dem Mittagessen war ich zunächst in „Gamification“, aber die Session war mir zu Beratungshaschend und so bin ich zu „Ideen finden für Fotostories“ gegangen. Hier gab es konkrete Tipps, wie man seine eigene Fotostory findet, wie „alles rote suchen“ oder „Perspektive wechseln“ oder „quadratisches Format ausprobieren“.

#tce15 Tourismuscamp Eichstätt 2015

Nach der Kaffeepause hatte ich die Session „Twitter für Anfänger und Ratlose“. Und tatsächlich ist auch 2015 dafür noch ein Bedarf vorhanden. Leider ist die Session dann schnell wieder abgedriftet in Twitterverhalten von Profis, ich hätte gerne auf dem Anfängerniveau weiter gemacht, aber ich glaube wir konnten einige Fragen beantworten und einige Aha-Momente generieren. Die zweite Hälfte war google+ gewidmet und war für viele Teilnehmer ähnlich erhellend.

Die anschließende Session „Location Based Services“ war dann leider eine Produktpräsentation und ich habe sie vorzeitig verlassen. In „Premiummodelle im Tourismus“ ging es um die spannende Frage, welche kostenpflichtigen Modelle es im Tourismus gibt oder geben könnte. So muss man zum Beispiel bezahlen, wenn man auf einem sonst kostenlosen Kartenportal die Karten herunter laden und offline speichern möchte.

Und dann ging es in die Trompete zur alljährlichen Party. Dieses Mal leider ohne Russian Ice Divers und ohne Social Media Aktion. Sonst gab es ja die google-Hupf Aktion oder das QR-Code Gewinnspiel, aber dieses Mal galt nur gemütliches Beisammensein. Den DJ hätte es nicht gebraucht, weil man will sich ja unterhalten und nicht sein Gegenüber anschreien. Wie immer blieb auch eine Rechnung in der Trompete offen. Ich empfehle dem Wirt den guten alten Bierdeckel!!

Tag 2 begann mit der Sessionplanung mit leider nur noch 30 Teilnehmern. Einige sind dann später noch eingetrudelt, aber ziemlich viele haben das Barcamp schon nach dem ersten Tag verlassen.

Die Sessionplanung war kurz und knapp und dann ging es auch direkt los mit meinem persönlichen Highlight vom Tourismuscamp. Angekündigt war die Session mit dem etwas reißerischen Titel: „Die Antwort auf die umltimative Frage, warum sollen Sie gerade bei mir buchen?“ Und herausgekommen ist eine inspiriende Runde von persönlichen Geschichten der Teilnehmer, in dem sie sehr offen erzählt haben, warum sie das tun, was sie tun. Wunderschön.

Der HDR-Meurer hatte dann eine App-Session angesetzt und hat dann so viel über Foto-Apps erzählt, dass kein anderer Teilnehmer mehr seine Apps vorstellen konnte. Aber trotzdem eine Session, die eigentlich auf keinem Barcamp fehlen sollte.

Bei der Feedbackrunde wurden die Einträge aus der Experience Fellow App vorgestellt. Die Erklärung der App war leider ziemlich kompliziert und mit einigen Begriffen gespickt, die ich zumindest auf Anhieb nicht verstanden hatte. Ich habe sie dann doch geladen und finde es eine gute Idee zu einer Veranstaltung feed back hinterlassen zu können mit genauer Ortsangabe. Nun wüsste ich gerne, ob ich mit Hilfe dieser App für meine eigenen Veranstaltung auch einen Bereich anlegen kann.

Nach dem Mittagessen war dann allgemeiner Aufbruch.

Irgendwie habe ich dieses Mal wenig Fotos gemacht. Aber hier findet Ihr einige. Und die gesammelten Blogposts zum Tourismuscamp gibt es hier.

Fazit: Wieder einmal ein interessantes Wochenende mit sehr guten Einblicken in die Branche und viel Inspiration! Und danke an alle Sponsoren, ohne die Barcamps nicht möglich wären! Gerne nächstes Jahr wieder! Bis dahin gibt es ja im touristischen Bereich noch das Tourismusnetzwerk Barcamp Rheinland-Pfalz und natürlich das Castlecamp.

Sehen wir uns??