Weingeschichte 2 – Jordanien

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Im Rahmen des Projektes „Urlaub aus der Flasche“ haben wir einen zweiten Wein probiert. Diesmal einen roten.

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Der Wein ist wahrscheinlich aufgrund seines Alters – 2014 – etwas kantig und spröde. Aber genau das hat uns an ein Erlebnis in Jordanien erinnert:

Es war ein Camp in den Bergen. Als wir ankamen, herrschte ziemliches Chaos im Camp, weil es  am Vortag ein Unwetter gegeben hatte.

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Alles wurde überschwemmt und nun lagen überall Matratzen und Kissen zum Trocknen in der Sonne. Viele Menschen schwirrten herum und wir kamen uns irgendwie überflüssig und fehl am Platz vor.

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Deswegen kam uns ein Wegweiser gerade recht: Spazierweg rund ums Camp – 30 Minuten. Wunderbar. Dann könnten wir ja schön spazieren gehen, während unser Zelt hergerichtet wird. Nach mehreren Stunden Autofahrt wäre das auch ganz angenehm. Unser Fahrer ging auch mit. Einen Guide bräuchte man nicht für den Weg, hat man uns versichert. Auf gings.

Ein wunderschöner Weg in herrlicher Landschaft. Immer wieder atemberaubende Ausblicke. Wir folgten dem Trampelpfad und kleinen Steinhaufen, die wir als Wegweiser interpretierten.

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Doch irgendwann war kein Weg mehr sichtbar, dafür gab es dann Hinweisschilder. Aber…

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Wir gingen trotzdem weiter. Versuchten immer wieder Markierungen zu finden und Trampelpfade ausfindig zu machen. Aber irgendwann gab es nur noch Felsen und Stein. Wir sind sogar über Felsen geklettert und fühlten uns immer wieder durch die kleinen Steinhaufen bestätigt, doch irgendwann ging es wirklich nicht mehr weiter. Wir standen am Abgrund. Keinerlei Ausweg.

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Also, zurück Marsch, Marsch. Das war aber auch nicht einfach. Haben wir hin schon den Weg gesucht, war es zurück nicht einfacher. Irgendwann kam dann das Camp in Sichtweite und dann hatten wir es geschafft. Fast zwei Stunden später waren wir wieder bei den Zelten angekommen und konnten uns ans Lagerfeuer setzen. Und da hätten wir uns einen solchen Wein gewünscht. Das hätte perfekt gepasst. Aber es gab natürlich nur den traditionellen Tee…

Und beim Achim gibt es – wie immer – noch viel schönere Fotos