Yarncamp Köln – alles rund ums Garn

Yarncamp Köln

Ich war ja schon auf vielen Barcamps und hab ja auch schon selber einige organisiert, aber das Yarncamp in Köln war ein ganz spezielles.

Ich habe früher viel Handarbeit gemacht und wollte nun wieder damit anfangen. Als ich für einen Freund die Barcampliste durchsuchte fiel mir das Yarncamp auf: Ein Barcamp rund um Garn und Wolle. Heureka! Sofort anmelden! Es kostet zwar 25 Euro, was mir als Barcamperin nicht ganz so gut gefällt, aber irgendwie war ich neugierig.

Den Freitagabend habe ich verpasst, weil ich erst sehr spät angekommen bin. Am Samstag war ich dann aber überpünktlich

Beladen mit drei (!) goodiebags und mit einem selbstbeschrifteten selbstklebenden Namensschild (textiltauglich versteht sich) ging es dann in den ersten Stock des Kölner Coworking Spaces mit der wohl schönsten Lage: solution space.

In der Kantine war der Treffpunkt und selten geht es auf einem Barcamp so gemütlich zu wie auf dem Yarncamp. Jeder zückte sofort sein Strickzeug oder die Häkelnadel und es wurde eifrig geklappert. Wolle und Nadeln und Anleitungen fand sich ja in den goodie bags.

Yarncamp Köln

 

Ein leckeres vegetarisches/veganes Frühstück gab es dazu und so geschah es, dass wir die Vorstellungsrunde ausfallen lassen mussten. Die Sessionplanung war ungewöhnlich Fragelastig. Selten hat man auf einem Barcamp mehr Fragesteller als Präsentierer. Mir gefiel das sehr! Es sollten sich mehr Leute trauen, auf barcamps Fragen zu stellen.

So sah der Sessionplan von Tag 1 dann aus:

Meine Sessions waren:

Traditionelle Finnische Handschuhmuster

Ein Muss für mich. Es wurden traditionelle Muster vorgestellt und einige Exemplare herumgereicht.

Und es gab einiges aus der Geschichte und Hinweise zum Auffinden von Mustern im Internet:

Erfahrungsbericht Häkeltrophäen

In dieser Session gab es einen total offenen und schonungslosen Bericht über den onlineshop Häkeltrophäen mit allen Höhen und Tiefen. Im Gegenzug gab es viele Anregungen und Tipps und nützliche Hinweise was Jutta mit ihrem shop noch versuchen könnte.

Grannies Häkeln

Hier ging es jetzt direkt ans arbeiten. Wolle, Häkelnadeln und Anleitungen wurden verteilt und los gings. Da es meine ersten Häkelgrannies waren musste ich öfter nachfragen und auch mal was aufribbeln, aber dann ging es. Eine schöne praktische Session.

Handspinnen

Eine weitere Fragesession. Jasmin hatte die Spindel geschenkt bekommen und wollte wissen wie es geht.

 

Es gab auch noch eine orientalische Spindel. So dass wir gleich zwei verschiedene Spinnarten kennen lernen konnten.

Zweifarbig stricken

Das war meine Fragesession. Ich wollte wissen, was man mit dem zweiten Faden macht, damit er keine großen Schlaufen auf der Rückseite hinterlässt. Es wurden gleich mehrere Möglichkeiten präsentiert. Ich hab mich für eine ähnliche Methode wie diese hier entschieden und fleißig geübt. Fazit: Vieles ausprobieren und dann die für sich passende Methode finden.

Mützen von oben arbeiten

Wir lernten in dieser Session wie man Mützen von oben arbeiten kann, damit sie auch wirklich passen. Auch ein interessanter Ansatz.

Mittagessen und Kaffepause waren auch wieder vegetarisch/vegan von Heimatsünde. Am Ende des ersten Tages gab es noch eine Bücherverlosung vom o’reilly Verlag. Einige sind dann noch ins Brauhaus gegangen, um weiter zu fachsimpeln.

Tag 2 begann wieder mit einem leckeren Frühstück und viel Nadelgeklapper. Und das war der zweite Sessionplan:

Ich war in

Perlenarmband häkeln

Wir lernten eine sehr einfache Methode kennen, um ein Perlenarmband anzufertigen: Perlen auf die Wolle ziehen. Eine Runde Luftmaschen häkeln und fünf Runden feste Maschen häkeln und dabei jeweils eine Perle mit einarbeiten. Fertig! Ein perfektes Geschenk!

Handstricken ohne Nadeln

Eine weitere Fragesession von mir. Ich hatte mal ein Video dazu gesehen und wollte es gerne ausprobieren. Wir machten statt dessen Fingerstricken und dank Wollsponsoring hatte fast jeder am Ende der Session einen fertigen Schal. Genial!!

 

Auch ein tolles Geschenk! Und eine schöne Idee, Anfängern das Stricken nahe zu bringen.

Alternative Materialien

Angeregt durch die vielen veganen teilnehmer ging es um die Frage, was man sonst noch so verhäkeln oder verstricken könnte. die Liste war lang: Kabel, Paketschnur, Gartenbast, Geschenkband, Papierstreifen, Bambus, Plastiktüten, alte Tshirts, Wachstischdecken, Videobänder usw. Eine sehr interessante Session, die gleich wieder viele Projektideen hervorbrachte.

Lace für Anfänger

Verschiedenen Methoden und Muster wurden vorgestellt und auch gleich ausprobiert. Es gab jede Menge Tipps und Hinweise wie man das am Anfang mit kleinen Hilsmitteln leichter gestalten kann wie z. b Maschenmarkierer oder Sicherheitsfäden. Dann driftete die Session ab zum Thema Produktvorstellung: Welche Nadeln sind die besten? Ich wusste gar nicht, dass es da so riesige Unterschiede gibt, hab ich doch bisher immer mit den guten alten Nadeln aus meiner Schulzeit gestrickt.

Am Ende des Tages gab es wieder viele tolle Bücher vom o’reilly verlag und sogar noch je eine goodiebag für die weiteste Anreise und jüngste sowie älteste Teilnehmer. Und somit hatte ich als Weitgereiste dann noch eine vierte Tasche zu schleppen mit Bändchengarn. Die dunkle Jahreszeit kann kommen!!!

 

Nach einer Abschlußrunde mit feedback und Wünschen für das nächste Yarncamp gingen die zwei Tage rund ums Garn viel zu schnell zu Ende. Ich hoffe sehr, dass ich beim nächstenYarncamp wieder dabei sein kann und werde versuchen gleich noch ein paar Leute zu motivieren und hoffe, dass auch meine Mutter auf diese Weise mal zu einem Barcamp geht.

Meine Wünsche fürs nächste mal: Ein funktionierendes WLAN und eine Garderobe!

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Fazit:

Ein Barcamp wie es im Buch steht: Viel Wissensvermittlung auch direkt mit praktischen Anwendung. Viele Fragesteller, die ihre Fragen beantwortet bekamen. So muss Barcamp!!!

Danke an alle Sponsoren, Organisatoren und Teilnehmer!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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